Stevens Cyclocrosscup 2019/20

11. Skoda Zentrum Kiel Cup

03.11.2019

Die Cross-Saison 2019/20 – eine Zwischenbilanz von Viktoria

Seit vier Wochen läuft sie nun, die Crossaison 2019/20. Für mich ist es die erste Saison im Elite-Bereich und das zweite Jahr auf dem Crosser. Bisher bin ich sechs Rennen gefahren und kann sagen: die Elite Frauen haben was auf dem Kasten!

Mölln bot einen sonnigen Auftakt mit bester Stimmung à la Stevens-Cup-Manier. Endlich traf sich die CX-Familie des Nordens wieder und der Begeisterung, die sich über den Sommer aufgestaut hat, konnte endlich Luft gemacht werden. Mit dem Ziel nicht als letzte ins Ziel zu kommen und großem Respekt vor dem Fahrerinnenfeld, konnte ich mein erstes Rennen als fünfte beenden. Am nächsten Tag durfte ich sogar kurz Podestluft schnuppern, ehe mich ein technischer Fehler und ein dadurch verursachter Sturz auf den vierten Platz verbannte. Dieser sollte es dann auch bleiben und mir zeigen: da geht noch mehr!

Das nächste Wochenende folgte gleich der Auftakt der Cross-Bundesliga. Am Start waren dann Angstschweiß, Respekt und Vorfreude gemischt. Der Kurs war extrem anspruchsvoll und das Fahrerinnenfeld groß. Stephanie Paul sicherte sich mit großem Abstand den ersten Platz (an beiden Tagen). Aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit und der darauf aufbauenden Rundenberechnung, war für alle anderen das Rennen sehr lang: 56min Cross! Fast wie bei den Elite-Männern… An beiden Bundesligatagen konnte ich den achten Platz für mich entscheiden und war beeindruckt von den technischen Fähigkeiten meiner Mitstreiterinnen. Und erst diese Antritte! Da muss ich wohl noch ein bisschen mehr trainieren.

Zuletzt standen zwei Rennen in Potsdam an, beide auf ähnlichem Kurs, nur leicht verändert. An beiden Tagen geschah fast das gleiche: Nach dem Start war ich erste/zweite Position, konnte mich vorankämpfen und die erste Position ergattern – am Sonntag sogar für mehrere Runden. Doch hier ein Fehler, da ein Sturz und weg war der Siegeslauf. Man darf nicht vergessen: „Ein Cross-Rennen endet erst auf der Ziellinie.“ Danach war der Rhythmus weg, der Kopf hing durch und der Frust war groß. Doch schaut man sich die Konkurrenz an, sieht man ehemalige nationale Stars neben sich und weiß: „In diesem Rennen wird einem nichts geschenkt.“ Und das ist es, was die Cross-Saison so ausmacht! Man kämpft von der ersten Minute bis zum Schluss, immer am Anschlag. Am Ende hat man sein Bestes gegeben und steht erschöpft am Ziel, während sich bereits ausgelassen über das Rennen ausgetauscht wird.

Die Cross-Saison ist nun in vollem Gange! Die beste Zeit im Jahr… oder nicht? ;-)

Mein großer Dank gilt ununterbrochen Bernhard Breitscheidel für seine unermüdliche Motivation und Begeisterung. Sie begleitet mich in jedem Rennen.

Von Viktoria Arndt am 17.10.2019
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